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Der SCU im Reich der Zaren - Volume IV PDF Drucken E-Mail
Freitag, 27. Februar 2009

Russsiche Gastfreundschaft und Michael Jackson !

Image Nachdem wir uns vom Schock der Wucherpreise am Kreml erholt hatten ging es mit dem Bus zu unserem nächsten Spiel gegen ein lokales Team. nach (falschem) Kasatonov konnte es sportlich sicher nur besser werden, so war unsere Hoffnung. Angekommen am Stadion hatten wir direkt den Eindruck in einer etwas bescheideneren Welt als am Vortag angekommen zu sein. Selbst die altehrwürdige Werner-Rittberger-Halle macht im Vergleich zu dem Bunker an dem wir ankommen einen Eindruck wie der Madison-Square-Garden in New York. Die Kabinen waren zumindest sehr groß, nur die Duschen wirkten wie aus einer Spendenaktion der 80er Jahre - fraglich war ob westeuropäische Fußsprays den örtlichen Pilzkulturen Paroli bieten können.

Das Spiel war zumindest dann auf einem Niveau, dass wir einigermaßen mithalten konnten. Nur die 1. Reihe unseres Gegners (Durchschnittsalter 18 Jahre) machte uns mit dem Tempo ein wenig Kopfzerbrechen. Netterweise hatte wir im 2. Drittel eine kleine Verschnaufspause, weil ein herrenloser Koffer plötzlich beim Bully vor den Füßen von A. Emersic stand... :-) Im letzten Drittel konnten wir dann sogar noch Ergebniskorrektur betreiben (die 1. Reihe des Gegners wurde in Vorruhestand geschickt) und uns auf ein erträgliches 8:11 ranschleichen. Katatstrophal war nur, dass aus irgendeinem Grund unser lieber McRib bei einem Schuss aufs Tor im Weg stand, und von seinem Schläger der Puck zufällig ins Tor der Russen trudelte. Eigentlich ein schönes Erlebnis, wenn so ein Eishockeynichtschwimmer einen Treffer erzielt, aber jetzt werde ich mir an den nächsten 4.258 Kegelabende immer wieder die gleiche Geschichte anhören müssen, verbunden mit einem dämlichen Grinsen und einem Handschlag...

Nach dem Spiel erlebten wir dann die berühmt berüchtigte russsiche Gastfreundschaft. Eigentlich sollten wir nur auf ein Bier in die Kabine des Gastgebers kommen, es wurde dann aber ein zweistündiges Fress- und Wodkagelage. Mit sehr bescheidenen aber unglaublich netten Mitteln hatte man uns ein reichhaltiges Büffet gezaubert, natürlich begleitet von der "ein oder anderen" Wodka-Runde zuzüglich diversenHektolitern Bier aus Eimern. Keiner von denen sprach auch nur ein Wort Englisch. Trotzdem tranken wir in gemütlicher Tunde in einer stinkenden und süffigen Kabine auf den Weltfrieden, auf uns, auf die Russen, auf Barack Obama und noch ca. weitere 1.000 Leute der Weltgeschichte. Mit jeder Runde belegte sich die Stimme des russsischen Wortführers mit immer mehr Pathos und Inbrunst. Am Ende konnte man kaum glauben, dass sich unser aller Großväter im letzten Jahrhundert vor Stalingrad noch die Köpfe weggeschossen haben. Es wurde am Ende ein phantastischer und gemütlicher Abend, der uns beim Busfahrer weitere 50 € kostete wegen der Wartezeit.

Image Zurück im Hotel gegen 1 Uhr trieb es einige rastlose von uns noch in ein gastronomisches Highlight im Hotel um die Ecke. Es war eine sehr gemütliche Art von "Kneipe"... lustigerweise hatten die mittendrin ein Podest mit einer Stange bis an die Decke. Daran führten manchmal für das Klima viel zu leicht bekleidete Damen akrobatische Einlagen vor, aber uns wollten die da nicht ranlassen... schade ?! Nachdem wir einige Runden getrunken hatten, machten wir uns wieder auf den Heimweg, und hatten eine Begegnung der unheimlichen Art. Nachts um vier mitten in Moskau trafen wir plötzlich Michael Jackson - und weil der im Moment ja Geld braucht, baten wir ihn für uns den berühmten Moonwalk vorzuführen ! Hat er auch gemacht, aber da es so kalt war und es geschneit hatte, rutschte er aus und viel mit dem Kopf auf den Boden. Da lag er dann wie ein Sack Muscheln und hat sich nicht mehr bewegt... da haben wir ihm wegen der schlechten Performance natürlich auch das Geld nicht gegeben. Aber da er uns leid getan hat, und deswegen haben wir ihn mit ins Hotel genommen und bei uns schlafen lassen... :-)

Teil V folgt in wenigen Tagen

 
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