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Der SCU im Reich der Zaren - Volume I PDF Drucken E-Mail
Freitag, 13. Februar 2009

Image Donnerstag, 12. Februar 2209, 07.55 Uhr

Eigentlich wollte ich diese Zeilen noch gestern Abend (besser Nacht) schreiben, kurz bevor ich zu Bett ging, warum dies nicht passierte und was das alles mit dem russischen Wodka zu tun hat klärt sich später in dieser Kolumne…. J

 Treffpunkt Flughafen Düsseldorf, (fast) alle sind pünktlich und bereit für das Abenteuer Russland. Nur unsere Diva Robert Schütz gönnt sich 15 Minuten Verspätung, überzeugt dafür aber mit seinem modischen Felix-Köfferchen im Miniformat. Man spürt förmlich das Knistern, eine Stimmung zwischen Ungewissheit, Aufregung und Vorfreude mischt sich in die von den Reinigungskräften der Klüh-Gruppe frisch gebohnerte Abflughalle B.

Der  Check-In gestaltet sich trotz der riesigen Eishockeytaschen und gefühlten 4,5 Tonnen Übergepäck sehr unproblematisch. Spannend wird es erst beim Sicherheitscheck…. ! Während einige in Rekordzeit die lästige Prozedur hinter sich bringen, hat man in meiner Schlange das Gefühl von ehemaligen KGB-Mitarbeitern durchleuchtet zu werden. Nachdem man sich fast bis auf die Unterhose ausziehen sollte, fehlte eigentlich nur noch ein geübter Blick in den Darmtrakt, was aber bei Uli Maassen sicherlich zu einem ähnlichen Unglück wie dem Flughafenbrand von 1995 geführt hätte. Auch das Schorsch Dattler seine knöchelhohen Caterpillars ausziehen sollte war nicht gerade förderlich für das Raumklima, und sorgte für besorgniserregende Werte bei allen Klimawächtern dieses Planeten.

Nach einem Kaffe -und einem vertrockneten Baguette  zum Preis eines deutschen Mittelklasseautos ohne Abwrackprämie- war der Flug selber eher verdächtig harmlos. Spannung kam erst auf beim ausfüllen der Einreiseformalitäten. Nachdem sich 224 Passagiere 2 Kugelschreiber geteilt hatten kam beim gegenseitigen Abgleich der Daten nochmals Freude auf. Kurzzeitig fühlte ich mich mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1998 zurückversetzt, als Uli Maassen seinerzeit am Grenzübergang der Niagarafälle beim Formular der US-amerikanischen Zollbehörden alle Fragen mit Ja beantwortet hatte. Das er demnach Drogen und Waffen mitführte konnte man noch verschmerzen, aber dass  er sich damit auch gleich als Mitglied der NS-Verbrechen im 3. Reich outete sorgte damals für ähnliche Unruhe wie der Begriff „Andre“ bei der Staatsangehörigkeit im Visaantrag von gleichnamigen A. Emersic….

Alles egal, denn nachdem wir auch die grimmigen Zöllner am Moskauer Flughafen recht unproblematisch passiert hatten (die erinnerten mich übrigens an die KGB-Mitarbeiter aus Rocky 4), und selbst unserer sperrige Schlägertasche ohne Verluste ankam, begrüßte uns bereits Vadim am Ausgang des Gates. Die erste große Hürde war getan, denn unsere beiden russischen Begleiter  Alex und Viktor überzeugten ausschließlich durch gefährliches Halbwissen. Vadim vermittelte uns irgendwie das Gefühl von Sicherheit, so wie ein kleines Baby sich in den Armen seiner Mutter behütet und geborgen fühlt. Nach einer eher unüblichen Begrüßungszeremonie aller Mitreisenden mit Vadim erwartete uns ein Reisebus, der zu unserer Überraschung selbst westeuropäischen Standards genügte, mit Ausnahme der Tatsache, dass dieser wohl das letzte Mal unter Lenin eine Waschstraße gesehen hatte. Aber wie sagte Josef doch sogleich: In Russland ist alles anders… !

Nach den ersten Eindrücken des Landes beim Transfer wurden wir bei unserer Ankunft am Hotel wieder angenehm überrascht - zumindest wurden die Einträge in diversen Foren von Hoteltestern nicht bestätigt. Das Vega ist ein Komplex einer Hotelanlage mit fünf Häusern, die zu den olympischen Spielen 1980 gebaut wurden. Zimmer ok, alles sehr sauber und gepflegt, das Essen –naja- aber preiswert, und die Bistroähnlich angeordneten Sitzgruppen im Foyer sollten sich schnell zu unserem Basiscamp und zentralen Treffpunkt entwickeln. Nachdem wir uns alle ein wenig eingerichtet hatten ging es Punkt 21 Uhr Ortszeit auf eine Busrundfahrt bei Nacht durch die 20-Millionen-Stadt Moskau. Die sehr freundliche Reiseführerin führte uns sehr informativ in die Geschichte und Kultur dieses Molochs ein, und am Roten Platz machten wir sogar einen kurzen Stopp, um die nächtliche Atmosphäre an diesem geschichtsträchtigen Ort zu inhalieren.

Gegen 24 Uhr waren wir zurück im Hotel, um noch 1 oder 2 „Absacker“ zu trinken, natürlich wurden es einige wenige mehr…. Was dann auch dazu führte, dass diese Kolumne einen Tag später ins Netz gestellt wird.

Nastrovje..

 
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